BBA
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VERENA BACHL: GRACEFUL DEGRADATION

ÜBER DIE EINZELAUSSTELLUNG

VERNISSAGE

FREITAG 13. NOVEMBER

18:00 - 21:00 UHR

STANDORT

BBA GALLERY

KÖPENICKER STR. 96

10179 BERLIN-MITTE

AUSTELLUNG

13.11.- 18.12.2026

ÖFFNUNGSZEITEN

DIENSTAG – SAMSTAG

12:00 – 18:00 UHR

Die deutsche Künstlerin Verena Bachl arbeitet im Bereich Skulptur und Installation. Ihre Praxis greift industrielle Elemente, materielle Prozesse und Licht auf, um zu untersuchen, wie funktionale Objekte über die Systeme hinaus fortbestehen, denen sie einst dienten. Die daraus hervorgehenden Arbeiten bewegen sich in einem Spannungsfeld zwischen Infrastruktur, Geologie und Artefakt, in dem materielle Transformation neue räumliche Konstellationen hervorbringt und ihre Lesbarkeit verschiebt.

Die Ausstellung Graceful Degradation widmet sich graduellen Veränderungsprozessen, in denen Systeme ihre vorgesehene Funktion verlieren und dennoch Spuren ihrer ursprünglichen Logik bewahren. Anstatt Bruch oder Kollaps in den Mittelpunkt zu stellen, verweilen die Arbeiten in Übergangszuständen, in denen Stabilität nur vorläufig ist und sich Transformation als fortwährender materieller Zustand entfaltet.


Systeme kollabieren selten abrupt; meist verändern sie sich schrittweise, nahezu unmerklich. Ein Zustand geht in den nächsten über, während Spuren des Vorherigen erhalten bleiben. Die Ausstellung bewegt sich in solchen Übergangszonen – metastabilen Momenten, in denen Stabilität nur vorübergehend ist und innere Spannungen weiterwirken. Die Arbeiten untersuchen Wahrnehmung und materielle Konstellationen, in denen Veränderung nicht dargestellt, sondern wirksam ist. Sie zeigt sich im Verhalten der Materialien selbst – unabhängig von menschlicher Beobachtung.
Licht wird zu Oberfläche, Reflexion zu Struktur, Signale verlieren an Dichte. Materialien befinden sich an Schwellen, in temporären Anordnungen, die das scheinbar Stabile als etwas erfahrbar machen, das bereits in Bewegung ist. Anstatt Bruch oder Krise zu thematisieren, folgt die Ausstellung kontinuierlichen Verschiebungen: Elemente verändern ihre Position, lösen sich teilweise und fügen sich neu zusammen, ohne ihre vorherige Form vollständig zu verlieren.Im Raum entstehen überlagerte Zustände – Wahrnehmungsfelder, kippende Anordnungen und fragile Gleichgewichte. Sie entwickeln sich nicht linear, sondern bleiben in einem offenen Prozess, in dem eine Konstellation langsam ausklingt, während sich eine andere bereits andeutet.