
POOR TRAITS
Während der Berlin Art Week
ÜBER DIE AUSSTELLUNG
VERNISSAGE
MITTWOCH, 09. SEPTEMBER
STANDORT
BBA GALLERY
KÖPENICKER STR. 96
10179 BERLIN-MITTE
AUSSTELLUNG
09.09 - 24.10.2026
ÖFFNUNGSZEITEN
DIENSTAG – SAMSTAG
12:00 – 18:00 UHR
Sonntag
13:00 - 17:00 UHR
Porträt – Ausstellung „Poor Traits“ (Schlechte Eigenschaften)
Was macht einen Menschen aus? Ein Gesicht, eine Erinnerung, eine Gestik, eine Maske, eine Geschichte? In einer Ära sorgfältig kuratierter Identitäten, digitaler Projektionen, sich wandelnder sozialer Rollen und verschwimmender Grenzen zwischen Realität und Inszenierung ist die Vorstellung vom Ich zunehmend liquider, fragmentierter und komplexer geworden.
„Poor Traits“ bringt 10 zeitgenössische Künstlerinnen und Künstler zusammen, die in den Bereichen Malerei, Fotografie, Skulptur, Installation, Video und Mischmedien arbeiten. Anstatt sich nur auf die traditionelle Porträtmalerei zu konzentrieren, untersucht die Ausstellung die vielfältigen Weisen, wie Identität konstruiert, inszeniert, verborgen und offenbar wird.
Die Darstellung des Menschen ist seit jeher ein zentrales Thema der Kunstgeschichte. Von antiken Skulpturen und Renaissance-Porträts bis hin zu modernen und zeitgenössischen Erkundungen von Identität haben Kunstschaffende stets versucht, nicht nur das äußere Erscheinungsbild, sondern auch Charakter, Status, Emotionen, Überzeugungen und die Komplexität des Menschseins einzufangen. Über Jahrhunderte hinweg ist die Darstellung des Selbst und des Anderen eines der beständigsten und bedeutendsten Themen der Kunst geblieben, das die Werte, Fragen und Anliegen der jeweiligen Epoche widerspiegelt.
Das englische Wortspiel im Titel „Poor Traits“ spielt mit dem Gleichklang zu „Portraits“ (Porträts) und deutet auf die Unvollkommenheiten, Widersprüche, Verletzlichkeiten und psychologischen Komplexitäten hin, die uns erst menschlich machen. Die Werke der Ausstellung gehen über die rein physische Ähnlichkeit hinaus und untersuchen Charakter,
Emotionen, Erinnerung, mentale Zustände, gesellschaftliche Erwartungen und die Spuren, die wir hinterlassen.
Einige der Kunstschaffenden blicken nach innen und untersuchen persönliche Erzählungen sowie die Architektur der Psyche. Andere reflektieren kollektive Erfahrungen, gesellschaftlichen Druck und die Rollen, die uns durch Kultur, Technologie und Geschichte auferlegt werden. Zusammen fordern die Arbeiten die Betrachter auf, über den bloßen Schein hinauszublicken und zu hinterfragen, wie wir uns selbst und andere wahrnehmen.
In einer Zeit, in der Identität ständig zwischen der privaten und der öffentlichen Sphäre neu verhandelt wird, lädt „Poor Traits“ dazu ein, die Zwischenräume zwischen Bild und Realität, Präsenz und Abwesenheit, Selbstwahrnehmung und Außenprojektion zu betrachten.
Die Ausstellung bietet keine Sammlung von Porträts, sondern eine Studie darüber, was es bedeutet, Mensch zu sein und Umfeld unsere heutigen Gesellschaft


