MARIA & NATALIA PETSCHATNIKOV: BERLIN, A ROUGH CUT
PRESSE MATERIALS
07.03. - 18.04.2026
Freitag, 06. März, 13 - 17 Uhr mit Anmeldung
Freitag, 06. März, 18–21 Uhr
Samstag, 07. März, 18:00 - 21:00 Uh
Samstag, 21. März, 15:00 Uhr mit Anmeldung zu rsvp@bba-gallery.com




Die BBA Gallery freut sich, „Berlin, A Rough Cut“ zu präsentieren, eine umfassende Einzelausstellung des Künstlerduos Maria und Natalia Petschatnikov. Die in Berlin-Mitte/Kreuzberg lebenden Zwillingsschwestern verwandeln die Galerie in ein begehbares Storyboard ihres urbanen Alltags und untersuchen die Grenzen zwischen Malerei, Installation und Feldforschung.
Über die Künstlerinnen
Maria und Natalia Petschatnikov blicken auf eine hochkarätige Ausbildung zurück, darunter das Hunter College in New York, die Rhode Island School of Design und das prestigeträchtige Atelier von Annette Messager an der École des Beaux-Arts in Paris. Seit über 15 Jahren ist ihr Lebensmittelpunkt Berlin. In ihrer Arbeit fokussieren sie sich auf scheinbar unbedeutende Phänomene des Alltags. Mit Witz und profunder Beobachtungsgabe gelingt es ihnen, dem Gewöhnlichen eine außergewöhnliche und oft surreale Perspektive abzugewinnen.
Die Ausstellung: Ein Film aus Fragmenten
Für die Präsentation in der BBA Gallery wählen die Künstlerinnen eine filmische Herangehensweise: Sie verstehen die Ausstellung als einen Film, der aus mehreren Szenen besteht – gedreht zu verschiedenen Zeiten und an unterschiedlichen Orten, die jedoch eine einzige Erzählung bilden. Einzelwerke und kleine Serien von Gemälden und Skulpturen werden nebeneinandergestellt, um eine komplexe, nicht-lineare Geschichte zu erschaffen, in der Fragmente durch Rhythmus und Nachbarschaft an Bedeutung gewinnen.
Einblick in die gezeigten Werkgruppen
In „Berlin, A Rough Cut“ wird der Alltag poetisch seziert:
- Urbane Fundstücke: Großformatige Gemälde von am Straßenrand zurückgelassenen Objekten, wie Sofas oder Matratzen, werden zu Porträts von Veränderung und gelebter Geschichte.
- Zeitschleifen: In Serien wie den „Kalenderblättern“ (datiert auf 2032) wird die Zukunft als bereits vergangenes Produkt inszeniert. Die Gegenwart wird behandelt, als sei sie bereits Erinnerung – wie ein Filmstill, das kurz vor dem Verschwinden festgehalten wird.
- Material und Illusion: Skulpturen aus „flüssigem Holz“ und Epoxidharz imitieren täuschend echt kostbares Porzellan, während Pappmaché-Tauben den Berliner Asphalt direkt in den Galerieraum holen.
Das Subversive im System: Zeichnungen von Behörden-Umschlägen und Geldscheinen (Öl auf Vellum) untersuchen mit leisem Humor das Spannungsfeld zwischen dem Individuum und gesellschaftlicher Kontrolle.
Anthropologinnen des Alltags in Berlin
Die Künstlerinnen sehen sich selbst als Anthropologinnen; ihre Werke entstehen aus einer fortlaufenden Feldforschung im urbanen Raum. Berlin spielt dabei eine zentrale Rolle. Die Stadt befindet sich in einem permanenten Wandel, und das Viertel rund um die Heinrich-Heine-Straße – wo sich sowohl ihr Atelier als auch die BBA Gallery befinden – verkörpert diesen Prozess in konzentrierter Form. Markiert durch historische Schichten und urbane Brüche, ist es ein Ort, an dem verschiedene Zeitebenen koexistieren.
Philosophie der Unvollkommenheit
„Berlin, A Rough Cut“ ist eine Hommage an das Unperfekte. Ob es die „beschädigten Blätter“ sind, in denen die Zwillinge die wahre Schönheit des Lebens finden, oder die Schatten von Blumen, die im Bild verweilen, während die Pflanzen längst vergangen sind – die Petschatnikovs fangen den Moment davor oder danach ein. Ihre Kunst ist eine Einladung, die Welt mit den Augen zweier Beobachterinnen zu sehen, die das Nutzlose sinnvoll und das Unsichtbare präsent machen.

Presseanfragen und Downloads: Unser Team steht Ihnen unter renata@bba-gallery.com gerne zur Verfügung.