
VINCENT JONDEAU
VERFÜGBARE KUNSTWERKE
ÜBER DIE KÜNSTLERIN
GEBOREN IN FRANKREICH
LEBT UND ARBEITET IN DEUTSCHLAND
Vincent Jondeau ist ein investigativer Film- und Medienkünstler, der heute in Berlin lebt und arbeitet. Er ist ein Künstler, die stets Fragen nach den komplexen Beziehungen zwischen menschlichen und nicht-menschlichen Wesen, ökologischen Krisen und der kritischen Neuinterpretation kollektiver und familiärer Archive aufwirft, basierend auf linsenbasierten Medien.
Ihre neueste Werkserie „Extraction: Hidden Stories of a Seed“ ist eine langfristige fotografische Untersuchung der Verflechtungen von Extraktivismus, Kolonialismus und Umweltkrisen. Ausgehend von ihrer aktuellen Praxis – in der sie eigene Fotografien mit Archivmaterialien verwebt, die durch flüssiges Latex und digitale Interventionen transformiert wurden – versucht die Künstlerin, Fragmente des kollektiven, persönlichen und nicht-menschlichen Gedächtnisses in unsere Realität zu holen. Die historische Ausbeutung von Naturressourcen wie Kautschuk in der Kolonialgeschichte Vietnams wird kontinuierlich mit einer Ästhetik der materiellen Schichtung konfrontiert. Sie beschreibt ihre Arbeit als einen Raum des Dezentrierens des menschlichen Blicks, in dem botanische Erinnerungen und pflanzliche Sensibilitäten eine eigene Stimme erhalten, um dominante Narrative herauszufordern. Ihre Arbeit ist in der sensiblen Erforschung physischer und mnemonischer Ökosysteme verwurzelt und verbindet dokumentarisch-wissenschaftliche Ansätze mit einer poetischen Erschaffung alternativer Zukünfte im Angesicht von Verlust und Verschwinden.
Jondeau blickt auf ein dichtes Spektrum an Screenings, Ausstellungen und Publikationen zurück. Sie wurde zu zahlreichen internationalen Präsentationen eingeladen, darunter das Kunstquartier Bethanien, das Maxim Gorki Theater (7. Berliner Herbstsalon), das Tieranatomische Theater und die Galerie Pankow in Berlin, sowie zur Biennale Photo Mulhouse, dem Centro Pompidou in Paris und wichtigen Kunstorten in Italien, Litauen, Istanbul und New York.
Ausbildung & Beruf
2026–heute
Archivarin, Helmut Newton Stiftung, Berlin
2025–2026
Fotografie-Seminar bei Mirjana Vrbaski, Ostkreuzschule für Fotografie, Berlin
2024–heute
Archivarin, Alfred Ehrhardt Stiftung, Berlin
2023–2024
Fotografie-Seminar bei Jessica Backhaus, Ostkreuzschule für Fotografie, Berlin
Archivarin, Wim Wenders Stiftung, Berlin
2023
Archivarin, DEFA-Stiftung, Berlin
2020–2024
Master-Studium in Kunst- und Kulturmanagement, Université Paris 8, Frankreich
2021–2022
Erasmus Master-Programm in Filmwissenschaft, Freie Universität Berlin
2019–2023
Master-Studium in Kunst, Film und audiovisuellen Medien, Université Paris 8, Frankreich
2017–2019
Bachelor-Studium in Kunst, darstellender Kunst und Film, Université Paris 8, Frankreich
2014–2017
Bachelor-Studium in Human- und Sozialwissenschaften, Université Lumière Lyon 2, Frankreich
Ausstellungen & Projekte (Auswahl)
2026
No person without a world, Kunstquartier Bethanien, Berlin
Mowe Festival, Berlin (Film-Screening Poïésis)
Walk Fall Repeat, Institut für Alles Mögliche, Berlin (Screening)
Gardiennes de la Mer, Rocabella, Le Pradet, Frankreich
2025
7. Berliner Herbstsalon, Maxim Gorki Theater, Berlin (Kiosk for a Magic Future)
Anatomia publica, Tieranatomisches Theater, Berlin
Beyond Now (Berlin Science Week), MaHalla, Berlin
Techno-Ecologies and Bodies of Memory, Kunstraum Kreuzberg, Berlin
Zeitabdrücke, Galerie Pankow, Berlin
Human-Nature in Times of Loneliness, IOpener, Quedlinburg
Landscape Formations, Kintai Arts Gallery, Kintai, Litauen
After the concrete, RKÖ x Asphaltsprenger Festival, Hamburg
2024
(Im)possible worlds, PEP x Biennale Photo Mulhouse, Mulhouse, Frankreich
Wir werden sehen, Kunstquartier Bethanien, Berlin
628 Years of Potatoes / Usucapião, Make-up Space, Berlin (Duo-Ausstellung)
Kreativität der Langsamkeit, GISELA - Freier Kunstraum, Berlin
Regensburger Kurzfilmwoche, Regensburg (Screening)